DSL-Flatrate oder Volumentarif: Welcher Anschluss passt?

Bei einem Internetanschluss über die Telefonleitung (DSL) zählt neben der Geschwindigkeit auch die Abrechnung: Eine Flatrate kostet monatlich einen festen Preis, ein Volumentarif umfasst eine festgelegte Datenmenge. Eine Flatrate macht die Kosten leichter planbar, wenn mehrere Personen den Anschluss nutzen oder regelmäßig gestreamt wird. Ein Volumentarif rechnet sich nur bei niedrigem Verbrauch und klaren Regeln für Daten oberhalb des Limits.

„Flatrate“ und „Volumentarif“ beschreiben die Abrechnung. Die Geschwindigkeit hängt von einem eigenen Tarifmerkmal ab.

DSL-Flatrate und Volumentarif im Vergleich

Bei einer DSL-Flatrate ändert sich der monatliche Grundpreis grundsätzlich nicht mit der übertragenen Datenmenge. Beim Volumentarif deckt der Grundpreis ein festgelegtes Datenkontingent ab. Der Vertrag legt fest, was nach dem Verbrauch passiert. Der Anbieter kann zusätzliche Daten berechnen. Er kann stattdessen ein Nachbuchpaket anbieten oder die Geschwindigkeit drosseln.

Merkmal DSL-Flatrate Volumentarif
Grundpreis Bleibt grundsätzlich unabhängig vom Datenverbrauch gleich Deckt ein vereinbartes Datenvolumen ab
Überschreitung Keine volumenbedingte Zusatzrechnung bei einer echten Flatrate Je nach Vertrag Aufpreis, Nachbuchung oder geringere Geschwindigkeit
Planung Einfacher, weil kein Datenlimit überwacht werden muss Erfordert einen Blick auf Verbrauch und Abrechnungszeitraum
Eher passend für Mehrere Nutzer, Streaming, Downloads und Homeoffice Niedrige, gleichmäßige Nutzung mit ausreichendem Inklusivvolumen

Eine Flatrate legt die Geschwindigkeit nicht fest. Auch bei unbegrenztem Datenvolumen hängt sie vom gebuchten Tarif und davon ab, was am Wohnort technisch verfügbar ist. Prüfen Sie deshalb Geschwindigkeit und Datenlimit getrennt.

Was der Anschluss kostet

Vergleichen Sie nicht nur den beworbenen Monatspreis. Zum Gesamtpreis gehören auch mögliche Bereitstellungskosten, die Miete oder der Kauf eines Routers und Zusatzleistungen. Vergleichen Sie Rabatte und Aktionspreise für den gesamten Vertragszeitraum. Ein niedriger Einstiegspreis sagt wenig über die späteren Monatskosten aus.

Beim Volumentarif sollten Sie auch prüfen, was passiert, wenn Sie das Datenlimit überschreiten. Bei einer Drosselung wird die Verbindung langsamer. Bei einem Überschreitungsentgelt zahlen Sie für zusätzliche Daten. Diese Folgen sind verschieden und können den Preisvergleich stark verändern.

Ein Beispiel aus dem Jahr 2005 zeigt den Preisvergleich: Ein freenet-Volumentarif kostete mit 2 GB Datenvolumen 3,90 Euro im Monat; jedes weitere Megabyte kostete einen Cent. Eine Flatrate kostete 8,90 Euro. Der Preisabstand von fünf Euro war bei etwa 500 MB zusätzlichem Verbrauch aufgebraucht, also bei ungefähr 2,5 GB im Monat. Diese historischen Preise sind kein Hinweis auf heutige Preise.

Welcher Tarif passt zu Ihrer Nutzung?

Eine Flatrate passt zu Haushalten, in denen mehrere Personen gleichzeitig online sind oder der Verbrauch schwer vorhersehbar ist. Videos in hoher Auflösung, große Downloads, Videokonferenzen und Cloud-Sicherungen übertragen regelmäßig Daten. Automatische Updates von Geräten und Software verbrauchen ebenfalls Daten, auch wenn gerade niemand Dateien herunterlädt.

Ein Volumentarif kommt eher infrage, wenn der Anschluss selten genutzt wird und der Verbrauch über Monate hinweg niedrig und stabil bleibt. Das Inklusivvolumen muss auch für Hintergrunddaten reichen. Schätzen Sie Ihren Monatsverbrauch realistisch ein und vergleichen Sie den Gesamtpreis einschließlich möglicher Zusatzkosten.

DSL-Tarif vor dem Abschluss prüfen

Die aktuell geprüften DSL-Angebote enthalten Internet-Flatrates ohne Datenlimit. Andere DSL-Tarife auf dem Markt können ein Datenlimit haben. Prüfen Sie beim konkreten Angebot das Produktinformationsblatt und die Vertragszusammenfassung. Dort finden Sie Angaben zu Kosten, Laufzeit und Geschwindigkeit sowie, falls vorhanden, zu Datenlimits und dazu, wie schnell die Verbindung nach Verbrauch des Limits ist.

Wer regelmäßig streamt, im Homeoffice arbeitet oder den Anschluss mit anderen teilt, kann die Kosten mit einer Flatrate meist besser planen. Bei einem Volumentarif sollte der Preisvorteil auch dann bestehen bleiben, wenn der Haushalt etwas mehr Daten verbraucht als erwartet. Ein Tarif, der nur bei sehr strenger Begrenzung günstiger ist, bietet wenig Spielraum.